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Jugend-, Familien- und Sportbegegnungsstätte

an der Friedenslinde

oder

Renovierung der alten Jugendherberge

Anstöße zu einer längst fälligen Diskussion!


Der Ist-Stand:

Die bisherige Jugendherberge steht seit Jahren leer, da sich keine Jugendherbergseltern fanden, die bereit waren, in der Jugendherberge zu wohnen. Überlegungen zu einem neuen Konzept, bei dem die Wohnung der Herbergseltern nicht in der Jugendherberge selbst ist und auch ein attraktiveres Konzept für den Herbergsbetrieb selbst wurden in einem Arbeitskreis gemacht, aber seit 2002 nicht weiter verfolgt. Auch vom CIMA-Stadtmarketing kamen positive Signale für eine Jugendherberge in Lichtenfels – ohne Ergebnis.

Der von der Verwaltung vorgesehene Verkauf der Jugendherberge ist mangels Interessenten noch nicht erfolgt.

Notwendig für einen Weiterbetrieb am bisherigen Standort sind neben der Klärung der Wohnungsfrage der Herbergseltern einige Umbauten: ein weiterer Fluchtweg, eine neue Küche, ein neues Raumkonzept im Erdgeschoss, Sanierung der Duschen und WC-Anlagen, Überplanung der Unterkunftsräume und ein neues Vermarktungskonzept.

Die Kosten hierfür sind nicht unerheblich. Verlässliche Zahlen liegen aber noch nicht vor. 

Jugend-, Familien- und Sportbegegnungsstätte am Schul- und Sportzentrum an der Friedenslinde

Schullandheim - Jugendherberge

Ein Erlebnis für die Gäste - Eine Chance für Lichtenfels


Sport – Kultur – Natur, so könnte das Motto einer Jugend-, Familien-, und Sportbegeg-nungsstätte im Bereich des Schul- und Sportzentrums an der Friedenslinde lauten. Viel-fältige Nutzungsmöglichkeiten vor Ort zum einen, optimaler Ausgangspunkt für Ausflüge in Nordbayern und Thüringen zum anderen, die Vorteile für die Gäste sind offensichtlich.

Auch die Chancen für Lichtenfels liegen auf der Hand: Ein ansprechendes Marketingkon-zept würde viel Werbung für unsere Stadt bedeuten, die mit ihrer zentralen Lage einen optimalen touristischen Startpunkt für Aktivitäten in ganz Oberfranken und darüber hinaus aufweist. Zudem bringen Gäste Kaufkraft und Leben und nehmen Eindrücke mit, die sie an Andere weitergeben können.

Insgesamt sollte Einigkeit darüber bestehen, dass nach acht Jahren ohne Jugendherberge die Notwendigkeit besteht eine Herberge zu schaffen, in der Familien, Jugendliche und Kinder kostengünstig übernachten können. Ungeklärt ist lediglich die Frage, in welcher Form und an welchem Ort ein derartiges Projekt verwirklicht werden kann. Vor allem ist es wichtig ein Nutzungskonzept zu finden, das sich von dem anderer Einrichtungen in der Region abhebt, um eine möglichst große Auslastung zu gewährleisten und damit einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen.

Am Anfang der Diskussion sollte also zunächst eine Bestandsaufnahme erfolgen, wobei folgende Fragen im Vordergrund stehen: Was haben wir? Was können wir anbieten? Wie können wir uns abheben?


Standort

Nach Betrachtung der örtlichen Gegebenheiten fällt der der Blick auf das Schul-und Sport-zentrum an der Friedenslinde. Hier steht ein weiträumiges und attraktives Gelände im Grünen zur Verfügung, das mit einem Schwimmbad, mit Liegewiese und Beachvolleyball-plätzen, einer Dreifachturnhalle, einem Fußballplatz, einem (sanierungsbedürftigen!) Hart-platz, einem Leichtathletikstadion sowie Tischtennisräumen in der Herzog-Otto-Schule ausgestattet ist und ein optimales Betätigungsfeld in sportlicher Hinsicht bietet.

Innerhalb dieses Geländes sind noch mehrere Freiflächen vorhanden, auf denen der Neubau einer zeitgemäßen und bedarfsgerechten Herberge verwirklicht werden kann, zum Beispiel an der hinteren Zufahrt zu den Sportstätten. Denkbar ist aber auch eine Variante außerhalb, etwa zwischen Elisabethenheim und Friedenslinde. Allerdings befindet sich dieser Grund nicht in städtischem Besitz und müsste erst erworben werden.

Das Angebot der Begegnungsstätte könnte folglich unter anderem auf die Nutzung dieser Sportanlagen gerichtet sein. Eine Zielgruppe könnten also Sportmannschaften im Kinder-, Jugend-und Erwachsenenbereich bilden, die gezielt die Sportstätten etwa im Sinne eines Trainingslagers aufsuchen. Schon damit dürfte eine gute Auslastung der Herberge garan-tiert sein, wenn entsprechend Werbung, z.B. über den BLSV gemacht wird.

Selbstverständlich müssen die Interessen der heimischen Sportvereine bzgl. der Nutzung der Sportanlagen im Vordergrund stehen und entsprechend vorrangig behandelt werden. Allerdings sind die Kapazitäten derzeit ohnehin nicht ausgelastet, wie eine Beobachtung über einen längeren Zeitraum ergeben hat. Lediglich die Sporthalle ist in der Wintersaison ausgebucht, in der warmen Jahreszeit sind aber auch hier ausreichend Leerstände zu verzeichnen, z.B. an Wochenenden und während der Ferien, also gerade dann wenn der Bedarf seitens der Begegnungsstätte am größten ist. Dem Meraniabad würden zusätzliche Gäste mit Sicherheit gut tun.

In unmittelbarer Umgebung gibt es zudem noch weitere Betätigungsfelder, welche diesen Standort zusätzlich bereichern, so etwa eine Tennishalle mit Bowlingcenter und zwei Tennisplätzen. Weiterhin verfügt die benachbarte Maximilian-Kolbe-Schule über eine kleinere Turnhalle und einen Hartplatz im Freien. Selbst das Meranier-Gymnasium mit Turnhalle und Hartplatz ist nicht weit entfernt.

Insgesamt bietet sich ohnehin eine Zusammenarbeit mit den heimischen Sportmann-schaften an, etwa im Sinne eines gemeinsamen Trainings. So könnten beide Seiten davon profitieren. Denkbar ist auch, dass örtliche Trainer oder Vereine Lehrgänge, etc. abhalten und auf diesem Weg Interessenten nach Lichtenfels holen.

Neben den sportlichen Möglichkeiten stehen für den Standort noch andere Vorteile im Vordergrund. So ist zum einen die unmittelbare Nähe zum Wald zu erwähnen, der zu vielerlei Exkursionen und zum Wandern, etwa nach Degendorf, Klosterlangheim oder Mistelfeld einlädt. Zum anderen bietet das Gelände viel Freiraum zur Erholung und zum Spielen, wobei Klagen über Lärm durch Anwohner wegen der exponierten Lage so gut wie ausgeschlossen sind.

Des Weiteren besteht eine Busanbindung in die Innenstadt, die auch zu Fuß in maximal 15 Gehminuten erreicht werden kann , was auch für die nahe gelegenen Supermärkte gilt. Somit dürfte auch dem ewigen Thema Innenstadtbelebung Rechnung getragen werden. Ohnehin führt nur eine Belebung der Stadt auch zu einer Belebung der Innenstadt, etwa durch den Ausbau des Tourismus oder einer Zukunft als Wohnstadt mit einer Zunahme der Bevölkerungszahl.


Konzeption / Ausstattung

Nach der Standortsuche sollte geklärt werden, welche Gruppierungen zur Herberge Zugang erhalten sollen. Zur Auswahl stehen verschiedene Modelle, z.B. Jugendherberge, Familienhotel, Schullandheim. Bei diesen Varianten beschränkt man sich allerdings auf ein bestimmtes Publikum. So erhält man etwa bei einer Jugendherberge nur dann Zutritt, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Sinnvoller erscheint ein Kombinationsmodell, damit die Herberge auch für jedermann offen steht und es folglich zu einer guten Auslastung kommt.

Die Herberge könnte also, wie eingangs bereits erwähnt, als Jugend- ,Familien- und Sportbegegnungsstätte deklariert sein, zusätzlich aber auch als Jugendherberge und Schullandheim dienen. So könnte dem wachsenden Radtourismus genauso Rechnung getragen werden wie den Interessen einer Jugendgruppe oder Schulklasse.

Ähnliche Modelle werden bereits an anderen Stätten praktiziert, so z.B. auf der Burg Hohenberg in Hohenberg an der Eger, die als Grenzlandbegegnungsstätte, Bildungsstätte, Schullandheim und „Jhe konzipiert ist.

In Lichtenfels sollte allerdings auf die Form der Bildungsstätte verzichtet werden, um nicht unnötig in Konkurrenz mit der Hans-Seidel-Stiftung in Schloss Banz und der Friedrich-Ebert-Stiftung auf Schloss Schney zu treten.

Die Ausstattung sollte variieren, also vom Einbettzimmer mit Dusche und WC über Familienappartements bis zum Mehrbettzimmer, so dass man unterschiedlichen An-sprüchen gerecht wird, wobei die Bettenkapazität irgendwo zwischen 100 und 200 liegen könnte.

Die Gestaltung der Außenanlagen sollte ebenfalls nach modernen Gesichtspunkten erfolgen, d.h. mit Grillplätzen, Feuerstellen, Kinderspielplatz, etc.. Denkbar ist auch ein Zeltplatz.

Eine zusätzliche Steigerung der Attraktivität ist durch Pauschalangebote, die speziell auf das jeweilige Publikum ausgerichtet sind, zu erreichen. Von einer Langlauf- und Thermenwoche für Senioren bis hin zu Kanu- und Klettertouren für Kinder ist dabei alles möglich.


Lichtenfels als Ausgangspunkt

Neben den Vorzügen des Standortes Schul- und Sportzentrum könnte die einmalige Lage von Lichtenfels, inmitten einer einzigartigen Kulturregion, umgeben von lieblichen Landschaften, das zweite Standbein der Begegnungsstätte bilden.

Von Lichtenfels aus sind mit Fahrzeiten von wenigen Minuten bis max. eineinhalb Stunden die schönsten Ziele in Nordbayern und den angrenzenden Regionen wie Thüringen zu erreichen.

Dem Besucher bietet sich eine vielfältige Auswahl, sei es Kultur, Natur oder Sport. Somit kann der Urlauber jeden Tag eine andere Landschaft bereisen, um am Abend wieder nach Lichtenfels zurückzukehren.

Sicherlich würde es den Rahmen dieser Ausführungen sprengen alle lohnenden Ziele aufzulisten, exemplarisch kann jedoch auf eine Auswahl eingegangen werden.

Ausflugsziele im Landkreis Lichtenfels:

  • Das obere Maintal, als Flussparadies mit dem Staffelberg, Vierzehnheiligen und Schloss Banz mit Klettergarten sowie der Adam-Riese-Stadt Bad Staffelstein mit Thermalbad

  • Die Ausläufer der nördlichen Frankenalb mit romantischen Tälern wie dem Kleinziegenfelder- und dem Bärental und idyllischen Juradörfern mit traditionsreichen Gasthäusern

  • Das obermainische Hügelland mit den Flüssen Rodach, Steinach und von Fachwerk geprägten Gemeinden wie Marktzeuln.


Ausflugsziele in den angrenzenden Landkreisen:

  • Die Altstadt Bamberg als Weltkulturerbe mit Dom, Michelsberg und vielen anderen historischen Gebäuden sowie zahlreichen Biergärten und bekannten Brauereien

  • Coburg mit Veste, Schloss Ehrenburg und historischem Marktplatz

  • Kronach mit Festung Rosenberg und historischem Stadtbild

  • Die Bierstadt Kulmbach mit Plassenburg und dem deutschen Zinnfigurenmuseum

  • Die Wagner-Stadt Bayreuth mit Eremitage und Festspielhaus


Ziele in den umliegende Regionen:

  • Die Fränkische Schweiz mit zahlreichen Burgen, Burgruinen, Höhlen, Flusstälern, Felsen,Bächen, Brauereien, und vielem mehr.

  • Das Fichtelgebirge mit den höchsten Bergen Frankens, dem Ochsenkopf und Schneeberg, Möglichkeiten zum Wintersport und vielem mehr.

  • Der Frankenwald mit seinen tief eingeschnittenen Tälern wie dem Höllental bei Selbitz oder dem Loquitztal mit Burg Lauenstein und Thüringer Warte

  • Der Thüringer Wald mit dem ehemaligen Grenzstreifen als grünem Band und zahlreichen Trinkwassertalsperren sowie Berggipfeln um die tausend Meter

  • Die Weinregion Unterfranken mit zahlreichen Burgen und der Residenzstadt Würzburg

  • Die Rhön mit Hochmooren, zahlreichen Basalthügeln und dem weit sichtbaren Kreuzberg und der Wasserkuppe

  • Die nördliche Oberpfalz mit Steinwald, dem „ Land der tausend Teiche“, dem Waldnaabtal und der tiefsten Bohrung der Welt in Windischeschenbach

  • Das ans Fichtelgebirge angrenzende Tschechien mit Franzensbad und Marienbad

  • Die Saaletalsperren zwischen Saalfeld und Hof

  • Die Frankenmetropole Nürnberg mit Burg, historischer Altstadt und vielem mehr

  • Die Hersbrucker Schweiz, der Veldensteiner Forst und, und ,und.


Fazit

Lichtenfels verfügt wegen seiner strategisch guten Lage und seiner verkehrstechnisch hervorragenden Anbindung sowie der Nähe zur Metropolregion Nürnberg über denkbar gute Voraussetzungen für eine sinnvolle Entwicklung zu einer modernen, lebendigen und wachsenden Stadt mit hoher Lebensqualität. Ein wesentlicher Faktor wird diesbezüglich die Weiterentwicklung des Tourismus sein, die allerdings durch Konzepte und Projekte gesteuert, sowie durch Werbung angestoßen werden muss.

Der Bau einer Jugend-, Familien- und Sportbegegnungsstätte und der Betrieb mit attraktiven Angeboten und einem schlüssigen Konzept wäre eine sinnvolle Investition in die Zukunft und würde viel Aufmerksamkeit auf unsere Stadt lenken von der wir nur profitieren können.

Eine mögliche Förderung durch Freistaat, EU oder Oberfrankenstiftung sollte die finanzielle Belastung für die Stadt Lichtenfels, falls diese Träger ist, dabei in Grenzen halten.

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© 2009 SPD Lichtenfels